Gleisbauarbeiten in Schopfloch im September 2007

Baustelle Schopfloch September 2007

In der Woche vom 17. bis 21. September 2007 wurden im südlichen Bereich des ehemaligen Schopflocher Bahnhofs die morschen Holzschwellen ausgebaut und durch Betonschwellen ersetzt. Diese gebrauchten Betonschwellen waren bereits auf anderen Strecken schon einmal eingebaut, wurden aber dann in Augsburg neu aufgearbeitet und erfüllen so weiterhin ihre Aufgabe. 

Baustelle Schopfloch September 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit einem Zwei-Wege-Bagger, der als Anbaugerät eine spezielle dreiteilige Schaufel besitzt, wurde der Schotter herausgenommen. Somit konnten die morschen Schwellen entfernt werden. Zu diesem Zweck ist unter der Baggerschaufel ein Greifer angebracht, welcher sich die einzelne Schwelle greift und diese um neunzig Grad in die Längsrichtung parallel zum Gleis dreht. Dies funktioniert aber erst, wenn unter den beiden Schienen bereits genügt Platz geschaffen wurde um die Schwelle drehen zu können. Daher ist bei den ersten Schwellen Handarbeit gefragt, damit der Bagger genügend Arbeitsraum zur Verfügung hat. Hat der Bagger die alte Schwelle herausgehoben, greift er sich eine Betonschwelle, die bereits seitlich neben dem Gleis lagert wurden und hebt diese parallel zum Schienenstrang ins Gleisbett. Unterhalb der Schienen wird die Schwelle dann wieder um neunzig Grad gedreht, etwas angehoben und anschließend vom Bautrupp mit einem Schwellenschraubgerät an den Schienen befestigt.

 

Baustelle Schopfloch September 2007

Hinterher wird der Schotter durch den Zwei-Wege-Bagger wieder eingebracht. Ist das Gleis fertig geschottert, wird die Schaufel des Zwei-Wege-Baggers durch ein Anbaugerät ersetzt, welches Stopfmeißel besitzt. Dieses Gerät ersetzt die schwere Handarbeit, die früher beim Gleisstopfen durch viele Arbeiter geleistet werden musste. Zugleich wird das Gleis ausgerichtet.

Baustelle Schopfloch September 2007

 

Foto: Alex Herold Sept 2007

zurück zur  Seite "Eine fast vergessene Eisenbahnstrecke - Dombühl/Dinkelsbühl/Nördlingen"1öffnen