Die Diesellok der Baureihe V 100 auf unserer Strecke

Nach dem Ende des Einsatzes des Dampflokbaureihe 50 vor den Güterzügen auf der Strecke Dombühl-Nördlingen übernahmen die Dieselloks der Baureihe V 100.20 diese Aufgabe.

Das folgende Bild wurde von Chris Pescher während eines Besuches in Dinkelsbühl im Jahr 1984 aufgenommen. Herzlichen Dank an den Eisenbahnfreund aus Holland. Die Lok stand auf Gleis 3 in Dinkelsbühl.

Foto Chris Pescher 1984 Dinkelsbühl

 

 

Die Lokomotiven der Baureihe V 100 bedienten bis zum 27. Mai 1988 die Strecke - zum Schluss waren dies aber nur die Leistungen des Übergabegüterzuges von Feuchtwangen nach Nördlingen. Bis zur Einstellung des Personenzugverkehrs auf unserer Strecke im Jahre 1985 waren die Dieselloks aber auch vor den Nahverkehrszügen. Sie fuhren dann oft als Ersatz für die Akkutrieb- wagen der Baureihe 515 und hatten dazu meist nur einen "Silberling"-Wagen am Haken.

Um Leerfahrten für die Übergabegüterzüge zu vermeiden, waren die Loks des öfteren als Vorspann vor den Akkutriebwagen zu sehen.

1987 rangiert eine Nördlinger 212er  im nördlichen Bahnhofsbereich von Feuchtwangen. Das Ausfahrtsignal in Richtung Dombühl zeigte zu diesem Zeitpunkt immer Halt an, da der Güterzug aus Nördlingen hier endete. Nur Rangierarbeiten im nördlichen Bahnhofsbereich waren erlaubt. *Foto ©Jörg Schäfer

212er rangiert 1987 in Feuchtwangen

Die 212er verlässt mit ihrer Übergabe den Bahnhof Feuchtwangen in Richtung Schopfloch/Dinkelsbühl. Das Anschlussgleis im Vordergrund zum Kohlenlager der Firma Hezel war  noch nicht abgebaut und mit einer Gleissperre gesichert. *Foto ©Jörg Schäfer 1987 

212er mit ÜG Ausfahrt Feuchtwangen 1987

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Güterzug 1988 in DinkelsbühlDer Güterzug beim Halt in Dinkelsbühl - so lange die Bahnhöfe in Dinkelsbühl und Feuchtwangen noch besetzt waren, wurde hier auch noch Expressgut verladen, dazu führte der Güterzug einen Gepäckwagen mit, der die Aufschrift "Heimatbahnhof Dinkelsbühl" trug. Auf dem Bild ist dies der zweite Wagen hinter der Lok. Mit den grünen Waggons am Ende des Zuges transportierte man Holzschnitzel der Firma Rettenmeier in die Spanplattenwerke z.B. zur Firma Pfleiderer in Neumarkt/Opf.

 

 

 

 

 

 

 

Auch vor Sonderzügen wurden diese Loks eingesetzt. So beispielsweise Schülersonderzüge in den sechziger Jahren, mit denen Klassen der Mittelschule Feuchtwangen nach Garmisch-Partenkirchen fuhren oder ein andermal über Ulm und das Obere Donautal zum Titisee und weiter nach Straßburg waren mit der Baureihe V 100 bespannt. Die Rückfahrt erfolgte über Freudenstadt/Schwarz- wald, Stuttgart und Dombühl.

Im Jahr 1984 organisierte Helmut Gerbeth aus Dinkelsbühl wieder einen Sonderzug mit Tanzwagen unter dem Motto "Eine Stadt geht auf Reisen", was schon fast Tradition war. Diesmal ging die Fahrt über Donauwörth, Ingolstadt nach Regensburg. Die Rückfahrt führte über Nürnberg und Dombühl. In Dombühl musste dazu über den westlichen Bahnhofskopf hinaus rangiert werden, da inzwischen die Gleisanlagen in Dombühl umgebaut worden waren und eine Einfahrt aus Ansbach kommend auf Gleis 4 u. 5 nicht mehr möglich war. Geführt wurde dieser Sonderzug von zwei Dieselloks der BR V 100 in Doppeltraktion.

 

V 100 bei Deuenbach 1988Der Übergabegüterzug mit einer Diesellok der BR 212 auf der Fahrt von Nördlingen nach Feuchtwangen am Bahnübergang bei Schopfloch - Deuenbach im Jahr 1988

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

V 100 bei Deuenbach 1988

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

212 232 als Vorspann vor 515 011 u. 515 018  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorspann vor den Akkutriebwagen. Ausfahrt aus Dinkelsbühl in Richtung Nördlingen am 11. Sept. 1982 als Nahverkehrszug N 6147 die 211 352

 

 

212 129 in Nördlingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lokomotiven der Baureihe 212 warten im Bahnhof Nördlingen auf ihren nächsten Einsatz - (Bilder Adolf Grimm)

 

212 184 in Nördlingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

212 184 in Nördlingen

 

Am 27. Mai 1988 wurde der Güterzugbetrieb umorganisiert, der Einsatz der V 100 endete somit auf unserer Strecke. Die Baureihe 290 übernahm von Ansbach bis Wilburgstetten den Güterzugbetrieb und bediente somit Verladestellen in Dombühl, Dorfgütingen (Fa. Deichmann), Feuchtwangen (Fa. Rehau u.a.) und vor allem die Holzverladung der Firma Rettenmeier in Wilburgstetten. Das Reststück von Nördlingen bis Wilburgstetten war soweit stillgelegt und wurde nur noch selten von Nördlingen aus mit einer Köf befahren.

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